Wie lernen Kinder Sprache? Ganz nebenbei!
In Dialogen mit Kindern bis zu drei Jahren erfolgt der Spracherwerb geradezu beiläufig. Dabei wenden Bezugspersonen verschiedenen Strategien an, um Sprache zu vermitteln.
Ein Beispiel: Eine Strategie die Eltern häufig intuitiv anwenden und auf die wir in unserer Krippe großen Wert legen, ist das korrektive Feedback. Sagt das Kind: „Ich hab viel gesst.“ Könnte eine naheliegende Antwort sein: „Ja, du hast viel gegessen, du hattest großen Hunger.“ Hier wird die sprachliche Äußerung des Kindes im Dialog interessiert aufgenommen, indirekt korrigiert und erweitert. Dies lenkt die kindliche Aufmerksamkeit beiläufig auf sprachliche Strukturen und baut das Sprachwissen der Kinder weiter auf.
Ein weiteres Beispiel für eine Strategie, um den Spracherwerb der Kinder anzuregen ist die Verwendung von Reimen, Liedern, Fingerspielen. Hierbei werden vor allem Rhythmik und Melodie der Sprache vermittelt.
Ein Klassiker, den die Kinder lieben ist das Lied: Meine Hände sind verschwunden….Lassen sie auch mal ihre Zunge, ihren Kopf (im Pullover), ihre Zähne (Lippen über die Zähne legen und singen!) verschwinden.
Ein schönes Buch in Reimform, das ein spannendes Thema für die Kinder behandelt: Bei Kinderärztin Dr. Bär, ein Arztbesuch ist gar nicht schwer.
Kinder lernen, wenn Sprachangebote für sie relevant und interessant sind. Uns liegt es am Herzen, dass ihre Kinder sich individuell, ganz selbstverständlich und mit viel Freude den Schatz der Sprache erobern.